Die Geschichte erzählt von den Albigen - vier Natur-Elben, die die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft verkörpern. Ein listiger Riese hatte sie einst in einen eisernen Kasten gesperrt und brachte diesen nach Grins. Als Gegenleistung für Unterkunft und Verpflegung versprach er den Menschen Schutz vor Feuer, Wasser, Sturm und Erdgewalten. Daraufhin erlebte das Dorf über viele Jahre eine friedliche und glückliche Zeit ohne große Naturkatastrophen.
Eines Nachts wurde der Kasten aus Leichtsinn oder Übermut geöffnet. Die vier Albigen entkamen voller Zorn und gerieten miteinander in Streit. Dadurch brachen Feuer, Sturm, starke Regenfälle, Überschwemmungen und Muren über Grins herein. Das Dorf litt unter den entfesselten Naturgewalten und fand keine Ruhe mehr.
Schließlich gelang es den Grinnern mit Hilfe der Erfahrung älterer Dorfbewohner, die Albigen zu besänftigen. Eine besondere Schelle lockte den Feueralb und den Wasseralb in eine tiefe Erdspalte; aus ihrer vereinten Kraft entstand eine warme Heilquelle, das sogenannte Schellenloch. Der Luftalb und der Erdalb wurden durch die Kraft einer heiligen Eiche und den entstehenden Eichenwald am Oachenbühel versöhnt. So kehrten Ruhe, Fruchtbarkeit und Glück nach Grins zurück.
Bis heute erinnert der Mythos an die vier Elemente und an die Albigen, denen eigene Wege und Skulpturen rund um Grins gewidmet sind.