Tiroler Burgenweg - Urlaub in der Ferienregion TirolWest

Tiroler Burgenweg – Fernwanderweg - Konzeption

Ausgangslage

Der Großraum Talkessel Landeck liegt im Herzen des gleichnamigen Tourismusbezirkes. Umgeben von zahlreichen touristischen Hotspots, deren jährliche Nächtigungszahlen zum Teil jenseits der Millionengrenze liegen, stellt hier der Tourismus mit gerade einmal 250.000 Nächtigungen pro Jahr im Vergleich dazu einen deutlich geringeren Wirtschaftsfaktor dar. In den vergangenen Jahren wurde aber versucht mit zahlreichen Investitionen gerade in die touristische Sommerinfrastruktur diesen Rückstand zu verringern und den Tourismus zu stärken. Zahlreiche Bau- und Naturdenkmäler, sowie Sehenswürdigkeiten wurden restauriert, regionale Themenfelder reaktiviert und Attraktionen neu geschaffen.

Dazu zählen:

  • in Landeck
    • Stadtpfarrkirche Landeck
    • Schloss Landeck
    • Tramser Weiher
    • Weiherböden
  • in Zams
    • Wallfahrtskirche Kronburg
    • Burgruine Kronburg
    • Zammer Lochputz
    • Via Claudia Augusta auf den Spuren der Römer
    • Kronburgschlucht
  • in Stanz
    • Schloss Schrofenstein
    • Brennereidorf Stanz
    • Geburtshaus Jakob Prantauer
    • Tiroler Schnapsroute
    • Stanzer Waalweg
    • Genussregion Stanzer Zwetschke
  • in Grins
    • Römerbrücke
    • Grinner Heilwasser
    • Albigenpfad
    • Genussregion Stanzer Zwetschke
  • in Pians
    • Wildwasserpark Sanna
    • Genussregion Stanzer Zwetschke
  • in Tobadill
    • Arlbergbahn Trisannabrücke
    • Schloss Wiesberg
  • in Fließ
    • Barbarakirche
    • Archäologisches Museum
    • Dokuzentrum Via Claudia
    • Schloss Biedenegg
    • Via Claudia Augusta auf den Spuren der Römer

 

Diese „Perlen“ liegen verstreut in der Region und können von den Gästen und Besuchern derzeit nur schwer als Einheit erlebt werden. Es fehlt quasi die verbindende „Kette“, an der diese „Perlen“ aufgefädelt und zu einem glänzenden Schmuckstück zusammengefügt werden können.

Gleichzeitig erlebt das Wandern einen neuen Boom, welches sich idealerweise dafür anbieten würde, als Bindeglied zu fungieren. Dieser Aufschwung beim Wandertourismus lässt sich im Sommer tagtäglich an den durch unsere Region führenden Wanderwegen bestens ablesen. Ob E5, Jakobsweg, Via Claudia Augusta, oder der neu entstandene Starkenbergerweg, die Gästegruppe der Wanderer wird wieder größer. Doch für den Großraum Talkessel Landeck fallen dabei anteilsmäßig nur wenige Nächtigungen an, da er auf der Route all dieser Wanderwege bestenfalls als Etappenziel ausgewiesen wird.

 

Ziele

Ziele sind die Stärkung des Tourismus in der Region Tirol West über eine infrastrukturelle, sowie thematische Verbesserung des touristischen Angebotes. Durch die Entwicklung und Installierung eines Talkesselrundwanderweges sollen die unter Punkt 3 aufgezählten „Perlen“ nun mehr miteinander touristisch verbunden und die Leitthemen der Tourismusregion, Kultur, Genuss, Heilwasser, Natur und Berg noch stärker in Beziehung gesetzt werden. Damit werden diese einerseits zukünftig verstärkt für die Region touristisch in Wert gesetzt und andererseits wird die Zielgruppe der Wanderer noch gezielter angesprochen. Deshalb soll der Wanderweg als Fernwanderweg konzipiert werde und damit eine Mindestlänge von 50 Kilometern aufweisen, um so nicht nur Tagesgäste, sondern vor allem auch die wachsende Gruppe der Fernwanderer anzusprechen, von denen wir uns eine generell deutlich längere Verweilweildauer in der Region erwarten.

Als zentrale Eckpfeiler des Fernwanderweges sollen die 5 Burgen der Region, Schloss Landeck, Schloss Biedenegg, Schloss Wiesberg, Burg Schrofenstein und die Kronburg fungieren. Diese stellen somit das thematische Kernstück des Fernwanderwegs dar, weshalb man daraus fast zwingend den Namen dieses neuen Themenweges ableiten kann, welcher „Tiroler Burgenweg“ lauten soll. Die einzelnen Burgen müssen über touristisch nutzbare und möglichste einfach zu begehende Wanderwege miteinander verbunden werden. Außerdem sind die Etappen zwischen den Burgen so zu wählen, dass die bereits oben genannten Perlen zwingend in die Routenführung miteingebunden werden.

 

Ein weiteres Ziel ist, den Talkesselrundwanderweg komplett digital aufzubereiten und soll somit der erste Themenwanderweg in Tirol sein, welcher Informationen nur in digitaler Form zu den Burgen und Sehenswürdigkeiten aufbereitet. Es werden keine Panorama- oder Schautafeln installiert um dem „Schilder-Wahnsinn“ entgegen zu wirken und ein Exempel zu starten. Die Natur- Kulturlandschaft soll für sich wirken und alle Informationen werden digital aufbereitet.

 

Maßnahmen

Im Folgenden sind die Maßnahmen beschrieben, die umgesetzt werden:

 

  • Recherche

Bestandsaufnahme der in Frage kommenden Wanderwege. Zusammenführen derselben zu einer idealen Route, welche die 5 Burgen miteinander verbindet. Die Routenführung muss dabei so gewählt werden, dass es sich einerseits, um einfache, sowie gut zu begehende Wege handelt und andererseits sollen steile, sowie gefährliche Passagen soweit als möglich ausgespart bleiben. Daneben sollen auch die Hauptorte der Region Landeck, Fließ, Tobadill, Pians, Grins, Stanz und Zams sinnvoll miteinbezogen, beziehungsweise zumindest berührt werden. Soll heißen, die einzelnen Orte dürfen durch die Streckenführung keinesfalls umgangen werden. Auch müssen die oben angeführten „Perlen“ der Region in den Streckenverlauf miteinbezogen werden.

 

  • Feldarbeit

Der so recherchierte, ideale Streckenverlauf muss vor Ort abgegangen und mittels GPS-Gerät kartiert werden. Gleichfalls muss der zu begehende Weguntergrund aufgenommen werden, welcher sich in drei zu unterscheidende Kategorien unterteilt, Asphalt, Wald- und Wiesenweg (Breite > 1m), Schmaler Steig (Breite < 1m). Um in der Umsetzung eine optimale Beschilderung zu gewährleisten, müssen an allen relevanten Stellen per GPS-Gerät Punkte ausgewiesen werden, an denen eine Beschilderung angebracht werden soll. Zu unterscheiden ist dabei zwischen Richtungspfeilen und Positionspunkten. Ebenso sind alle potentiell geeigneten Aussichts- und Infopunkte auszuweisen. Streckenabschnitte, welche sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand befinden, sind ebenso auszuweisen, wie potentielle Gefahrenbereiche.

 

  • Konzept

Das fertige Konzept ist schriftlich mit Wegbeschreibung und unter Angabe aller wesentlichen Wegparameter, wie Länge, Höhenmeter, Gehzeit, etc… auszuführen. Der Wanderweg ist als Strecke im Kartenformat (Grundriss) darzustellen. Auch ist ein entsprechendes Höhenprofil (Streckenaufriss) in grafischer Form zu erstellen, aus dem der prozentuelle Anteil am jeweiligen Weguntergrund hervorgeht. Zudem ist die Route als GPS-Track im GPX-Format auszufertigen und muss dabei alle Aussichts- und Infopunkte, Sanierungs- und Gefahrenabschnitte, sowie alle potentiellen Wegmarkierungspunkte umfassen.

 

  • Leistungsbeschreibung

Als Hauptbestandteil soll eine App „Tiroler Burgenweg“ entwickelt werden, mit welcher der Wanderer auch offline einerseits sicher und zielgerichtet mittels GPS-Funktion über den gesamten Routenverlauf hinweg navigieren kann (Weicht der Wanderer von der Route ab, wird er von der App autonom mittels eines akustischen Signals über das Abweichen von der Route hingewiesen) und dieser andererseits an vorgegebenen Punkten automatisch (Push-Funktion) mit allen relevanten Informationen über Sehenswürdigkeiten, Aussichtspunkte, Fotopunkte, Selfiepoints, Unterkünfte, Einkehrmöglichkeiten, Versorgungs- und Dienstleistungseinrichtungen, Natur- und Kulturdenkmäler, etc. versorgt wird. Die App wird zum digitalen Wanderführer und ersetzt die bisher bei Themenwegen üblicherweise eingesetzten Schau- und Infotafeln!

Im Umfeld der 5 Burgen wird jeweils eine Solarbank aufgestellt, welche im freien Gelände abseits stationärer Ladestruktur das Aufladen des Smartphones ermöglicht. Die Bänke sind in den Größenmaße 1400x150x35 mm (LxBxH) zu halten. An einem Metallrahmen ist ein Photovoltaikmodul mit einer minimalen Leistung von 32Wp, sowie einer minimalen Nennspannung von 17,36V anzubringen. Die Sitz- und Rückenauflage hat in Holz ausgeführt zu sein. Der an der Unterseite der Bank montierte Akku muss eine minimale Energiemenge von 180Wh aufweisen, sowie einen minimalen Entlade- und Ladestrom von 5A gewährleisten. Die Nominalspannung des Akkus hat 12 V zu betragen. Das dazugehörige Schutzgehäuse ist in Alu pulverbeschichtet auszuführen. Die Energieschnittstelle ist Qi-Induktionsladung, optional mit USB 2.0. Die Energiefreigabe erfolgt durch einen LED Leuchtknopf an der Energieschnittstelle. Die Steuerung und Regelung der Energieschnittstelle soll durch voreingestellte Parameter möglich sein.

 

Weiters sollen um beim digitalen Thema zu bleiben keine Folder erstellt werden, sondern zusätzlich zum APP give-aways mit einem passenden Sujet-Aufdruck wie Powerbanks aus Holz produziert werden um das Smartphone durch eine weitere Quelle aufladen zu können.

Dieses Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union kofinanziert. Nähere Informationen finden Sie auf https://ec.europa.eu/agriculture/rural-development-2014-2020_de sowie zu RegioL auf www.regiol.at/projekte/aktuelle-projekte.html

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